Tour der Hoffnung

PRESSE


Bundespräsident Horst Köhler würdigt Engagement für krebs- und leukämiekranke Kinder

Großer Empfang für die Verantwortlichen der Tour der Hoffnung in Berlin


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Große Ehre für die Organisatoren der bundesweit bekannten "Tour der Hoffnung", die von Bundespräsident Horst Köhler auf Schloss Bellevue empfangen wurden.

Die Anspannung war den Ehrenamtlern schon ins Gesicht geschrieben, als es darum ging, abgeholt und begleitet vom Protokoll, im Langhaus-Saal auf das Eintreffen von Horst Köhler zu warten. Zeit genug, in den repräsentativen Räumen das Interieur nach erfolgter monatelanger Renovierung zu bewundern. Apropos wundern: So recht wollte man es kaum glauben, dass sich die Berliner Medienwelt für ein solches "Tagesereignis" interessierte. Fünf Fernsehsender (ZDF, MDR, RBB, VOX und SAT 1), etliche Tageszeitungen und Presseagenturen (u. a. DPA) wollten diesen Empfang ins rechte Licht setzen. Ist dies eine generelle Bestätigung für ehrenamtliches Engagement?

Dann war`s soweit - begleitet vom MDB Eberhard Gienger und Prof. Dr. Fritz Lampert, betrat ein sichtlich gutgelaunter Bundespräsident den Langhans-Saal. Der frühere Reck-Weltmeister Gienger übernahm die Vorstellung des 15-köpfigen Organisations-Teams, Professor Dr. Fritz Lampert oblag es, die Geschichte der Tour seit 1983 darzustellen und die Erfolge in den Bereichen psychosoziale Betreuung, klinische Versorgung und vor allem in der Forschung aufzuzeigen.
Jetzt wurde es im Medienbereich unruhig, die Kameramänner und Fotografen buhlten um die erste Position. Bevor Horst Köhler zu seiner Gegenrede ansetzte, korrigierte er die vorgesehene protokollarische Distanz und bat alle etwas näher zu rücken.

Horst Köhler:
"Es ist mir ein persönliches Anliegen Sie hier in Berlin zu empfangen. Ich bin schon sehr angetan von dem was Sie tun. Kranken Kindern muss man helfen und mit welcher Nachhaltigkeit Sie dies seit 1983 tun, ist mehr als beeindruckend. Besonders freut mich die Tatsache, dass durch ihr soziales Engagement die Spendengelder ohne Abzug von Verwaltungs- oder Personalkosten zu 100% verteilt werden. Dafür bedanke ich mich im Namen der Begünstigten bei ihnen allen sehr herzlich. Die Demokratie lebt vom Gemeinschaftsgeist und dem Willen der Bürger füreinander einzustehen. Die Tour der Hoffnung ist ein sehr gutes Beispiel für vorbildliches Engagement."

Nach dem offiziellen Teil bat der Bundespräsident die jetzt schon weit weniger gehemmten Tour-Vertreter zum Umtrunk und small-talk in den kleineren, intimen Louisen-Saal.

In kleiner Runde erzählte Horst Köhler, dass er und seine Frau begeisterte Radfahrer seien. Der letzte Velourlaub im Sommer in Kärnten sei noch in bester Erinnerung.
Ob die Möglichkeit bestünde, bei der Tour im nächsten Jahr eine Teilstrecke mitzuradeln, wollte Horst Köhler wissen. Erstaunte Blicke, große Augen in der Runde der Tourverantwortlichen. Toursprecher Jürgen Grünwald hakte nach: "Herr Bundespräsident, dürfen wir uns da wirklich berechtigte Hoffnungen machen? Das wäre ein Ding!"
"Ich meine das schon ernst meine Herren. Lassen Sie mich früh genug Ihre Detailplanung wissen. Wenn`s terminlich passt, versuchen meine Frau und ich im August dabei zu sein."
Nach 45 Minuten verabschiedete sich der Bundespräsident mit den Worten: "Ein prallvoller Terminkalender lässt mir keine Wahl. Genießen Sie noch ihre Tage in Berlin."

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